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Weihnachten steht vor der Türe und mit diesem Fest, der Rückkehr des Lichts, erinnern wir uns der Liebe, den Herzensqualitäten, die wir an diesem Tag feiern. Und weil 2020 ein so wesentliches Jahr wird, mit Veränderungen, die uns erschüttern, wenn wir sie nicht im Herzen erfassen, ist es ideal, das Herz zu prüfen. Denn das Herz, das wir alle so sehr wünschen und ersehenen, in dem die Hoffnung, die Nächstenliebe, der Schlüssel zum Glück liegen, hat – wie alles im Leben – auch eine andere Seite: zu viel Liebe kann erdrücken, kalte Herzen können töten, und auch Haß, die tödlichste Energie von allen, ist im Herzen beheimatet. Aber nicht als Gegenteil der Liebe, denn das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit.

Jedes Herz, so lichtvoll es ist, ist auch zur Dunkelheit fähig. Und mit diesen Gedanken im Herzen und im Kopf machen wir heute eine Zeitreise, zurück ins Jahr 2013, wo der Prozess der Herzen begann, wo mit dem kollektivbewusstem Individuum der Grundstein gelegt wurde. Spüren Sie die Brücke, die sich nun von dort zum Herzensjahr 2020 spannt, zu dem, wo all die Jahre seither und all die Ereignisse und Prüfungen eins werden und eingehen in ein neues Verständnis.

In den Herzen der Menschen schlummern Begreifen, Verstehen, Fürsorge, Wärme, und Akzeptanz. Diese Eigenschaften braucht es, weil große Ereignisse sich ankündigen. Deswegen ist es nun Zeit, Altes Revue passieren zu lassen und Neues aus dem Herzen wachsen und gedeihen zu lassen. 

2013: Selbst- und kollektivbewusst

2013 markierte den Beginn einer Wandlungsphase. In dem >>Gildenblog-Artikel aus diesem Jahr beschreibe ich unter anderem ein neues Individuum, das aus der Synthese zweier Gegensätze entstand. 

Synthese ist ein Begriff aus der Dialektik und taucht erstmals bei den Griechen auf. Es geht bei der Synthese zB darum aus These (Frage) und Antithese (Antwort) ein eigenes Weltbild zu konstruieren. Ich sage etwas, Du sagst etwas und daraus entsteht etwas Neues, Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Seit 2013 bedeutet Synthese den Zusammenschluss scheinbar konträrer Welten zu einem neuen Ganzen, das uns an die Grenzen und weit darüber hinaus bringt:

  • Materie und Fantasie
  • Hirn und Gefühl
  • Geld und Persönlichkeit
  • Innen und Außen

Die Herzensqualität der Selbstannahme war ebenso Aufgabe dieses Jahres wie die Nächstenliebe. Die Lernaufgabe aus 2013 war, sich als Teil des Ganzen zu sehen, und so die Erde zu retten. Wer sich seiner Selbst und auch des Kollektivs bewusst ist, wählt seine Taten, Worte, und auch seine Unterlassungen, weise und mit Bedacht. 

Aussterbende Tierarten, Verschmutzung, Rodung – all das ist nicht vorbei und doch hätten wir bereits 2013 lernen sollen, wie es besser geht. Nur wer erkennt, dass kein Mensch eine Insel ist, dass es kein Handeln ohne Auswirkung gibt, nur wer das tief in sich begreift und versteht, wird sich selbstverständlich ändern. Und kann so ein Vorbild sein für die Kinder der neuen Zeit, denen ihr Planet am Herzen liegt. Kinder sind sich der Einheit von Mensch-Erde-Natur-All sehr wohl bewusst. Nie zuvor gab es eine Generation, der das Schicksal der Welt so wichtig war wie dieser, so wichtig wie ihr eigenes. 

Eigentlich. Denn der Gesellschaftsdruck ist so hoch, dass Kinder oft daran zerbrechen. Viele Kinder und Jugendliche sind frustriert. Viele sind so hoffnungslos, dass sie sich in Verzweiflungstaten stürzen. Andere versuchen mit aller Gewalt zu unterdrücken, was sie sind, um irgendwie bestehen zu können. Sie negieren ihre eigene Wahrnehmung um jeden Preis und mit allen Mitteln. Während wir und Generationen vor uns noch froh waren uns die Erde Untertan zu machen, verzweifelt diese Generation an dem Drama, das wir ihr überlassen. Sie ist selbst- und kollektivbewusst und kann das eine vom anderen nich trennen.

Wie auch? Wer fähig ist zu sehen, der ist fähig zu verstehen, dass diese Welt unser Nährboden ist. Wer fähig ist zu sehen und nicht die Augen verschließt, wird es sich nicht nehmen lassen, den Müll ordentlich zu trennen, das Auto auch einmal stehen zu lassen, Wasser zu sparen. Weil er weiß, dass Mensch und Erde eine Symbiose bilden. Und während die Erde gut ohne uns kann, können wir nicht ohne sie. 

Ja, 2013 hat eine neue Ära eingeläutet. Doch mit 2013 war erst ein erster, vorsichtiger Schritt getan. Weil es ein evolutionäres Ziel gibt, einen Polsprung in der Menschheitsentwicklung, ist es notwendig, den Menschen darauf vorzubereiten. Körper, Geist, Seele und Energiesystem müssen angepasst werden. Das Ziel, der Homo cogens, vereint in sich so viele Kräfte, dass er übernatürlich scheint. Kräfte, die er nur kontrollieren kann, wenn alles passt. Innen, Außen, Körper und Feinstoffliches. 

Die Folgejahre

Auch die Jahre danach waren hart, lehrreich und intensiv. Wie jeder Changeprozess ist auch dieser ein ständiges Auf und Ab. 
Jedes Jahr brachte eine oder mehrere Aufgaben, alle mit dem Ziel den Wandel zu ermöglichen.

2014 war das Saturnjahr, für mehr Struktur und Klarheit. 2015 bot Lernwilligen die Chance auf Neuorientierung, und brachte den Zusammenbruch alter Pfründe. Im nächsten Jahr, 2016, sollten Entscheidungsfreude, Aktivität, Neuanfänge, Initiative und Mut entwickelt werden. Und zwar so, wie sie für das Ziel, den Homo cogens, ideal sind. 2017 sollten wir alte Muster ablegen, viele Konflikte lösen, die Sonnenfinsternis meistern. 2018 folgten Entlarvungen und diese zeigten uns, dass es sich nicht tlohnt, Dinge unter den Teppich zu kehren. Auch nicht unsere eigenen Schwächen.  

Und heuer wurde alles, alles, alles durchgerüttelt, aufgewühlt und neu sortiert.Dass 2019 kein einfaches Jahr war, wissen Sie aus eigener Erfahrung. Die Welt hat jeden einzelnen auf die Probe gestellt und sich angesehen, wofür er steht und was er aushält. Es floss nicht nur mehr Energie, sie floss auch in neuen Kanälen. Denn die Entwicklung zum selbst- und kollektivbewussten Individuum ist noch nicht abgeschlossen. Ganz im Gegenteil, es kommen neue Faktoren hinzu. Die Wahrnehmung von sich Selbst in einem verbundenen System geschieht unter anderem über das elfte Chakra. In diesem Chakra sind zusätzlich auch jene Talente und Fähigkeiten angelegt, die uns erlauben über die menschlichen Grenzen hinaus zu agieren. Es sind dies die Kräfte, die Phänomene wie “The Secret” oder “Becoming Supernatural” von Joe Dispenza erklären. In den beiden Beispielen geht es darum, sich mittels Vorstellungskraft ein Leben zu erschaffen, das besser, schöner, lebendiger ist bzw über sich hinaus zu wachsen und etwas zu tun, das übernatürlich ist. Der Geist schafft Materie. Das ist möglich, und zwar nicht für wenige, sondern für alle. 

Deswegen waren die vergangenen Jahre so wichtig. Weil diese Fähigkeiten langsam aber sicher in allen reifen, hatten wir alle viel zu lernen. Mut, Zusammenhalt, Charakterstärke, Durchhaltevermögen. Und nun stehen wir da, ein bißchen durchgerüttelt, ein bißchen atemlos, doch die Reise geht weiter. 

Das neue Ich

Nun spüren Sie die Verbundenheit. Nun haben Sie die Größe aus dem Herzen zu verstehen. Jeden anzunehmen, wie er ist, ganz egal wie groß, klein grün, oder sonstwas. Sie haben nun die Maßstäbe gesetzt, die Ihnen wichtig sind und dürfen nun alles daran setzen Ihr Ziel zu erreichen. Sie wissen nun, was in Ihrem Herzen ist, was Ihnen ein Bedürfnis ist und haben gelernt, Greten zu setzen und anzuerkennen. 

Und so tritt jetzt, nach sieben Jahren, die Erneuerung ein. 7 Jahre, die all unsere Energiezentren geprüft und verändert, alles aufgewühlt haben und keinen Stein auf dem anderen ließen, sind nun vorbei und es wird Zeit, das neue vollkommen entstehen zu lassen. Die neue Ordnung wird erst langsam entstehen, da die Welt sich auf neue Gegebenheiten, das Normale im Übernatürlichen, einstellen muss. Wir werden wieder lernen, wie Kommunikation abseits der digitalen Medien funktioniert. Wir werden verstehen warum die Entwicklung von Anstand und Feingefühl so wichtig war. wir werden begreifen, warum die Klarheit in und über uns selbst so essentiell ist. Wir werden verstehen, was die Wahrheit in alten Ikonenmalereien ist und sehen, was bisher verborgen war. All das erfordert Individuen, die sich selbst kennen, die im Kollektiv nicht verloren gehen wie Schafe, sondern aufrecht stehen und anständig agieren. 

Es folgt ein Prüfstein für die Herzen, weil Selbstannahme, Liebe, Wärme, Herzlichkeit, Fürsorge und Verletzlichkeit ein Maß an Nächstenliebe bringen, das angesichts der aufziehenden Macht notwendig ist. Langsam lösen sich die Grenzen von Raum und Zeit und jeder Mensch entdeckt in sich einen Funken der Göttlichkeit: vergeben, liebe, erschaffen mächtig sein, all das braucht ein Herz, das zur rechten Zeit den rechten Schritt setzt. 

Und so schließt sich der Kreis: ein starkes Individuum wird sich weder bedroht fühlen noch sich unterwerfen, es wird nicht anführen, sondern lenken und wird anderen nicht mit Haß, Neid und Eifersucht begegnen, sondern mit Feuereifer die Welt erschaffen, die das eigene Herz zum Singen bringt. Und diese Welt kann nur eine gute sein, denn das Gute ist in uns angelegt. Doch dazu ein anderes Mal mehr. 

Derzeit hilft es, sich sachlich einen Überblick über die Neuerungen zu verschaffen. Es gibt dazu viele gute Bücher, sogar schon für Kinder, dazu zählt im Übrigen auch Schilda, die Glücksschildkröte.